28.5.06

Dilettantische Ausstellungsorganisation

Heute am Sonntag habe ich mich auf den Weg von Kronshagen nach Flensburg gemacht, um mir die Ausstellung "Der weiße Luxus Zucker" anzusehen. Ich hatte von der Ausstellung durch einen Hinweis im Lüneburger Salzmuseum erfahren und war recht gespannt, was mich in der Ausstellung erwarten wuerde.

Der gute interaktive Stadplan auf der Website der Stadt hat es leicht gemacht, das Schiffahrtsmuseum zu finden. Doch dort begann die Enttäuschung gleich an der Kasse:

Es gibt keinen Handzettel für die Sonderausstellung (die Produktion von einer A4 Seite, doppelseitig beschrieben kostet 0,05-0,10€, unerschwinglich viel bei einem Eintrittspreis von 4,- € pro Person) und einen Katalog soll es nach Auskunft des Museumspersonals erst im naechsten Jahr geben.

Wie hat sich die Stadt Flensburg und die Museumsverwaltung das gedacht? Soll man nach einem Jahr nochmal nach Flensburg fahren, um sich den Katalog abzuholen?

Wieso wird solch organisatorischer Dilettantismus von der Stadt aus Steuermitteln bezahlt und von der Sparkasse gefoerdert? Ist das Vergraetzen von Museumsbesuchern ein neues strategisches Konzept von Museumsverwaltung und Tourismusfoerderung?

Schwer zu sagen. Jedenfalls ist solch ein Dilettantismus immer aergerlich, weil Steuergelder und die Zeit von Besuchern verschwendet wird.

Es wird lange dauern, bis ich wieder auf die Idee komme, mir in Flensburg etwas anzusehen. Es lohnt sich nicht dort hinzufahren.

RAEM